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In dulci jubilo
Michael Praetorius (1571-1621)
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
**Michael Praetorius – In dulci jubilo Chorsatz für gemischten Chor (meist SATB), um 1605–1609** (Hinweis: Der korrekte Titel lautet In dulci jubilo; „In Juli jubilo“ ist eine verbreitete Verhör- oder Schreibvariante.) Historischer Hintergrund: In dulci jubilo gehört zu den ältesten und beliebtesten Weihnachtsliedern des deutschsprachigen Raums. Der Text ist zweisprachig (Latein und Deutsch) und entstand bereits im Mittelalter. Michael Praetorius nahm das Lied in seine Sammlung Musae Sioniae auf und schuf damit eine der prägendsten mehrstimmigen Fassungen, die bis heute gesungen werden. Praetorius’ Bearbeitung steht exemplarisch für den Übergang von Renaissance zur Frühbarockzeit: volkstümliche Frömmigkeit, klare Satzstruktur und festliche Klanglichkeit verbinden sich zu einer unmittelbar zugänglichen Kirchenmusik. Text und Charakter: Der Text ist ein jubelnder Weihnachtsgesang: Freude über die Geburt Christi kindlich-unmittelbare Frömmigkeit bewusste Mischung aus gelehrtem Latein und deutscher Volkssprache Im Gegensatz zu stillen Weihnachtsliedern wie Es ist ein Ros entsprungen steht hier Freude, Bewegung und Licht im Mittelpunkt. Musikalisches Profil: 1. Satztechnik Klar homophon, mit deutlich geführten Kadenzen Der Cantus firmus liegt meist im Sopran Unterstimmen stützen rhythmisch und harmonisch – festlich, aber nicht schwer 2. Rhythmus und Metrum Lebendiger, tänzerischer Puls Oft Dreiertakt oder tänzerisch empfundener Zweiertakt Regelmäßige Phrasen → gut singbar, auch für größere Chöre 3. Harmonik Modal geprägt, mit frühbarocker Klarheit Deutliche Zielklänge, kaum chromatische Spannung Die Wirkung entsteht aus Klangfülle und rhythmischem Schwung Aufführungscharakter: Festlich, freudig, strahlend Nicht romantisch ausschwingend, sondern klar, rhythmisch und präsent Der Klang sollte hell und kernig, nicht weich-verhangen sein Artikulation deutlich – der Text darf „tanzen“ Probenhinweise: Rhythmische Präzision ist wichtiger als große Dynamik. Textklarheit (Latein/Deutsch) bewusst erarbeiten. Tenöre und Bässe rhythmisch aktiv führen – sie tragen den Schwung. Tempo lebendig, aber nicht eilig. Strophen ggf. leicht differenzieren (Dynamik, Klangfarbe), um Monotonie zu vermeiden. Programm- und liturgische Verwendung In dulci jubilo eignet sich hervorragend:: als festlicher Höhepunkt eines Weihnachtskonzerts, als Eröffnungs- oder Schlusschor in der Weihnachtszeit, im Wechsel zwischen Chor und Gemeinde, als Kontrast zu stillen, meditativen Weihnachtsliedern. In Kirchenräumen entfaltet der Satz besondere Wirkung durch Klarheit und rhythmische Energie. Einordnung: Praetorius’ In dulci jubilo ist ein Musterbeispiel frühbarocker Kirchenmusik: volkstümlich, festlich, klar strukturiert und zeitlos wirkungsvoll. Es verlangt keine große Virtuosität, wohl aber rhythmische Disziplin und gemeinsame Freude am Klang.
Mind. 20 Lizenzen
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Was Du zu diesem Stück wissen solltest
Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.
Besetzung verstehen: SATB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.Dieses Stück
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.
Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell
Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.
Mindestabnahme: 20 Lizenzen.
Pauschallizenz fürs Ensemble
Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.
Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.
So nutzt Du das Stück in Chorilo▾
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Proben und aufführen
Hör Dir während der Probe die Stimm-Audios an, markiere Stellen, isoliere Deine Stimme — und beim Konzert habt Ihr alles dabei.












